Rezension – Der sixtinische Himmel von Leon Morell

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Bologna, 1508: Es ist die Zeit der Renaissance. Der achtjährige Aurelio erblickt in einer Kirche in Bologna einen Engel aus Marmor. Beeindruckt von dessen Schönheit, will auch er Bildhauer werden. Er beschließt, beim größten Künstler seiner Zeit in die Lehre zu gehen: Michelangelo Buonarroti.

In Rom erwartet ihn eine Welt, wie er sie bisher nicht kannte: Kunst und Kultur stehen in höchster Blüte, das Leben pulsiert in den Straßen und auf den Plätzen, herrschaftliche Paläste und prächtige Kirchen zieren das Stadtbild. Doch es gibt auch Schattenseiten: Die Pest wütet unter der Bevölkerung, Bettler und Kurtisanen bevölkern die Straßen.

Tatsächlich nimmt Michelangelo den Jungen als Gehilfen in seiner Werkstatt auf. Gerade hat er vom Papst den Auftrag bekommen, die Decke der Sixtinischen Kapelle neu auszumalen. Widerwillig macht sich der Bildhauer ans Werk, schließlich gilt seine Leidenschaft dem Marmor. Doch je weiter das Fresko voranschreitet, desto mehr kostet es seinen Meister an Lebenskraft. Denn in der Nacht erschafft er an einem geheimen Ort, in weißen Marmor gehauen, die Frau, die es nicht geben darf: die Kurtisane des Papstes.


Infos zum Buch:
Titel: Der sixtinische Himmel
Autor: Leon Morell
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Seitenzahl: 576
ISBN: 978-3-596-18946-5
Format: € 9,99 [D] Softcover / € 9,99 E-Book

Interesse an dem Buch? Hier zur Verlagsseite und hier zu Thalia.


Meinung:

Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen, jedoch nur wenn sie der Wahrheit sehr nahe kommen oder überhaupt der Wahrheit entsprechen. So für zwischen durch ist so ein Iny Lorentz Roman zwar ganz toll, aber für mich ist das auf Dauer nichts, dann stecke ich meine Nase doch lieber zwischen die Seiten vom sixtinischen Himmel, denn auch wenn der Roman vielleicht zäh und langweilig klingt, ist er das ganz und gar nicht.

Geschichtlich gesehen ist es für mich sehr interessant gewesen, damals die Welt, das alte Rom, Künstler, Päpste und Michelangelo – den ich schon immer vergötterte (ebenso wie Leonardo da Vinci oder Santi). Beim Lesen hatte ich das Gefühl wirklich durch die alten Gassen Roms zu gehen, die Engelsburg und das Kollosseum zu sehen. Ich spürte wie der alte Meister litt unter seiner Kreativität und was es Aurelio bedeutete ihm zu dienen.

Auch bemerkenswert ist es, wie gut Morell über Michelangelo recherchierte. Ich habe auch bereits viele Bücher und Biographien über den Meister gelesen und gemerkt, dass der Autor wirklich an Michelangelo interessiert war und nicht nur irgendeinen historischen Roman schreiben wollte. Auch die Nebenfiguren waren gut beschrieben und handelten, wie man es wohl erwartete im entsprechenden Jahrhundert.


Fazit:

Mein Fazit also lautet, wenn du sehr an der Geschichte der Menschen und vor allem Kunst interessiert bist, wird dich das Buch mehr als nur begeistert. Das Ende ist wohl nicht jedem seinen Geschmack (meinem auch nicht), aber darüber kann man hinweg sehen. Daher gebe ich vier von fünf Tintenfässchen und empfehle das Buch an alle kreativen Seelen weiter!

T2


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