Verlag oder Selfpublishing?

Die Frage, die jeden Schriftsteller irgendwann quält: Was ist besser, einem Verlag das eigene Buch anzuvertrauen oder es selbst zu veröffentlichen? Die Frage musste ich mir auch stellen…

Während ich an meiner Geschichte geschrieben hatte, dachte ich schon lange darüber nach, wie es ist, wenn das Manuskript einmal fertig ist. Natürlich kam gleich der Gedanke an einen Verlag, doch ist es mehr als schwer an solch einen heran zu kommen, da jeder gute Verlag am Tag bis zu 1000 Einsendungen bekommt. Ich habe nach kleineren Verlagen Ausschau gehalten und mich dort beworben, nur bekommen diese mittlerweile ebenfalls mehr als genug Einsendungen. (Acht geben muss man, wenn ein Verlag für die Veröffentlichung Geld verlangt. Finger weg! Das sind dann keine geeigneten Verlage, sondern nur Geldabzocker.)

Bei meiner Bewerbung, die ich vor über einen Jahr fertigte hat mir eine ganz wunderbare Frau geholfen und zwar Annika Bühnemann. Sie ist selbst Autorin bei Verlagen und hilft jungen Autoren ihren Weg zu finden. Wir haben telefoniert und sie half mir bei der Bewerbung. (Alle nötigen Infos wie so eine gute Bewerbung auszusehen hat, findet ihr auf ihrem gut vollgepackten Blog. Und noch viele andere nützliche Infos und Hilfestellungen.) Durch Frau Bühnemann habe ich viel dazu gelernt.

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Ich hatte mich, wo ich noch ein Teenager war, viel bei Verlagen beworben, ohne zu wissen, dass ich alles falsch gemacht hatte. (Peinlich immer noch!) Nun wusste ich es besser, gewann einige Wettbewerbe mit Gedichten und Kurzgeschichten, dennoch war es mir nicht vergönnt mit einem Verlag zusammen zu arbeiten, daher entschied ich mich zum Selfpublishing. Auch weil ich die ständigen Absagen nicht mehr ertragen kann, denn das zermürbte mich.

Natürlich hätte ich mich auch an einen Literaturagenten wenden können, nur war dies derselbe Fall wie bei den Verlagen. Zu viele Bewerbungen und bei denen ist sogar der Fall, dass sie nicht mal Feedback geben, ob sie dich nehmen oder ablehnen. Ich bekam nie etwas zurück. Und man wartet und wartet…

Nein, das wollte ich mir nicht länger antun! Also recherchierte ich über das Thema Selfpublishing!

Um selbst zu veröffentlichen muss man erheblich mehr Arbeit stecken, als wenn man mit einem Verlag zusammenarbeitet, denn nun muss man alles selbst machen. Natürlich das Wichtigste erstmal das Buch fertig schreiben, selbst das gelingt nur den wenigsten. So ist es leider! Und dann einen Lektor suchen. Im lieben weiten Netz gibt es unzählige von ihnen, manche verlangen pro Normseite 2 bis 8 Euro. Das ist sehr viel, wenn man das einmal umrechnet und dieses Geld muss man ersteinmal aufbringen können.

Was habe ich getan? Ich habe mich an eine meiner liebsten  Autorinnenkolleginnen gewandt: Marie Graßhoff und habe sie gefragt, ob sie mir jemanden empfehlen könne, der keine Unsummen verlangt, die ich nicht in 1000 Jahren aufbringen kann. (Ja, ich weiß, natürlich ist das deren Job, aber dennoch musste ich mir dies auch leisten können, oder?) Und so empfohl mir Marie eine Frau, die für Verlage bereits gearbeitet hatte und sogar ihr Werk lektoriert hatte. Die wunderbare Saskia Weyel von Who is Kafka. Sie ist sehr freundlich und hilfsbereit und hat immer ein offenes Ohr. Schnell war klar, dass sie meine Lektorin werden sollte und so ist es auch geschehen. Derzeit liegt mein erstes Buch in ihren Händen und wird liebevoll massakriert. Ich erhoffe eine hohe Überlebenszahl.

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Nun und was wird nachdem Lektorieren geschehen? Natürlich brauch das Werk ein Cover. Zum Glück besitzt meines schon eines, welches ich aber noch nicht preisgeben werde, erst wenn die Veröffentlichung in den Startlöchern steht. Ich habe viele Monate nach jemanden gesucht, der meine Vorstellungen aufs Papier bringt und bin immer noch ziemlich platt, als ehemalige Illustratorin, was so einige Kollegen an Geld verlangten. Die Summen begannen bei 500 Euro aufwärts. Ich weiß selbst, welche Arbeit und Talent dahinter stecken, dennoch etwas dass ich mir einfach nicht leisten konnte. Ich grübelte weiter, einige Zeichner und Illustratoren sagten mir ab, andere konnten nicht, was ich mir wünschte und so fand mein Weg zurück zu Marie Graßhoff. Sie brachte das Zustande, was ich mir wünschte und das zu einem Preis, den ich mir leisten konnte und trotzdem ihre Arbeit wertschätze. Doch sie ist nicht die Einzige, die ein wunderbares Talent dazu hat Coverträume Wirklichkeit werden zu lassen. Zum einen die begabte Anja Uhren, Lisa Brenner oder Reyhan Yildrim für das Zeichnerische, falls jemand nach solchen Talenten sucht.

Das nächste Thema um welches ich mich kümmern musste, war zu überlegen wo und wie ich mein Buch genau veröffentliche. Mir war sofort klar, gedruckte Bücher würde und konnte ich mir nicht leisten. Ich habe jetzt bereits geplant eine kleine, wirklich sehr kleine Auflage drucken zu lassen für all jene, die an einem gedruckten Buch interessiert sind. Dafür habe ich eine Seite gefunden, mit denen ich bereits mehrere Male zusammen gearbeitet habe und sehr zufrieden war, vor aber sind sie preisgünstig. Und zwar lasse ich mein Buch auf Wir machen druck in gebundener Version drucken. (Wer Interesse hat ein gedrucktes Buch von mir zu bekommen, kann sich gerne bei mir melden! Hier stehen genaue Informationen darüber.)

Und sonst ist mein Plan, dass es mein Buch nur als eBook geben wird. Nur ist die Frage auch wieder gewesen: Wo? Ich recherchierte. Es gab für mich zwei Alternativen. Einmal Amazon Selfpublishing und dann Neobooks. Bei beiden Vertretern würde ich eine richtige ISBN bekommen, was ich auch unbedingt wollte. Doch der Vorteil von Neobooks ist und bleibt einfach, dass diese Seite von Verlagen erstellt worden ist und dort die Chancen einfach riesig sind, entdeckt zu werden, so wie es immer mein Traum wahr und ist. Also werde ich mein Buch bei Neobooks veröffentlichen, von dort aus wird dann mein Buch ebenso bei Amazon, wie Thalia und vielen anderen Läden verkauft werden und vielleicht auch bald auf deinem eReader. Ich würde mich freuen!

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4 thoughts on “Verlag oder Selfpublishing?”

  1. Grandioser Beitrag, ich danke vielmals für die Tipps! Falls du noch mehr Erfahrung rund um Buch schreiben und veröffentlichen auf Lager hast, Immer her damit 😁 mein größter Traum ist irgendwann auch eines meiner Bücher zu veröffentlichen und wer weiß, vielleicht wieder er ja Wirklichkeit 😉
    Übrigens hebe ich gerade schon einmal meine Hand für ein Druckexemplar einfach weil 😎 weiß zwar gerade gar nicht worum es in dem Buch geht, aber bin dabei!

    Gefällt 1 Person

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