Rezension – Magonia von Maria D. Headley

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Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft…

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen…


Infos zum Buch:
Titel: Magonia
Autor: Maria D. Headley
Übersetzter: Julia Walther
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 368
ISBN: 978-3-453-27017-6
Format: € 16,99 [D] Gebunden / € 13,99 eBook

Interesse an dem Buch? Hier zur Verlagsseite und hier zu Thalia.

Ich möchte mich bei Random House für das Rezensionsexemplar bedanken. Es ist mein erstes, welches ich bekomme habe und darum sehr stolz darauf.


Meinung:

So viele Buchblogger haben das Buch bereits auf ihren Seiten gezeigt und ich war immer zweigeteilt, ob ich es lesen will, vor allem da ich den Klapptext irgendwie kurios und auch langweilig fand. Ich dachte, ach wieder so ein Rettet-die-Welt-Ding. Warum ich meine Meinung geändert habe? Ich habe in all den Jahren des Bücherlesens etwas gelernt und zwar, dass Bücher dessen Klapptexte sich langweilig anhören meist die besten Bücher überhaupt sind und bisher hatte ich mit der Theorie immer recht, also Anfrage an den Verlag und eine Woche später hatte ich das Buch und nur zwei Tage gebraucht es zu lesen.

Allein die Vorstellung, wir könnten all die Sterne wieder sehen, die wir nicht mehr erkennen. Wenn alle Lichter gelöscht würden, überall auf der ganzen Welt, wäre der Himmel nichts als ein wahnsinniges Leuchten (…).

Ich hatte mit so einigen weiblichen Hauptcharakteren gerechnet, jedoch nicht mit Aza. Sie ist wild und witzig, sarkastisch und manchmal einfach nur bescheuert cool. Ich mochte sie sofort, auch wenn ich mich nicht mit ihr identifizieren kann, außer in einem Punkt, dem ausgrenzt sein, dem Anderssein. Ich kenne das auch. Aber das tut hier nichts zur Sache. Es geht um Aza, die krank ist, heimlich hofft, nie zu sterben, dennoch bald sterben wird, die Schiffe am Himmel sieht, und komische Begegnungen mit Vögeln hat. Sie glaubt, sie spinnt, doch sind das alles Vorzeichen für ein ganz besonderes Abenteuer.

 

Jason, ihr bester Freund ist auch ein richtig guter Charakter. Ich dachte zu Anfang, oh nein, bei diesem Namen kann das nicht gut werden (Entschuldigt, aber ich verabscheue diesen Namen einfach), aber ganz im Gegenteil. Jason ist hochintelligent, ein ziemlicher Nerd, der gut aussieht und mega lieb und witzig ist. Ich finde, er ist ein super zweiter Hauptcharakter über den ich ständig lachen muss.

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In der Highschool schlägt er bloß Zeit tot. Seine Leistungen reichen immer nur knapp zur Versetzung, weil er damit angeblich etwas beweisen will. Er hat vor, einen der schlechtesten Abschlüsse zu machen und dann die Weltherrschaft zu übernehmen. Interessanter für die unvermeidbaren Biografen irgendwann mal, schätze ich.

Nicht nur die Hauptcharaktere sind gut und einmalig, auch die Nebencharaktere, wie Azas Eltern, oder Jasons Mütter (ja, er hat zwei Mütter, kein Vater in Sicht). Auch diese sind ganz besonders und passen hervorragend in die Geschichte herein. Ebenso die Charaktere auf dem Luftschiff, Dai und Zal und Jik – wobei ich hier nicht zu viel verraten möchte, also sage ich über diesen Teil nichts weiter.

Die Geschichte hat viele Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Es ist ständig spannend, flüssig und sanft geschrieben, in einer wunderbaren bildlichen Sprache. Außerdem wechseln die Ich-Erzähler zwischen Aza und Jason unterschiedlich in den Kapiteln. Ich hatte nicht geahnt, dass auch Jason mit erzählen würde, doch genau das erfreut mich, denn er hat das Erzählen perfekt gemacht. Er fehlte um die Geschichte zu erzählen, er machte alles besser und manchmal trauriger. Wie oft musste ich mir die Tränen verkneifen? Wie oft musste ich lachen und grinsen?

Ich denke an Weltraummüll. Vielleicht wurde jeder Planet in diesem Sonnensystem von riesigen Händen weggeworfen. Jeder Stern eine zusammengeknüllte Papierkugel, ein angezündeter Liebesbrief, ein glühender Rest Zigarettenasche.

Gerade höre ich das Lied Fly away von Celine Dion, passend irgendwie zu dieser fantastischen Geschichte, die einen lehrt was Leben und Tod bedeutet, was Liebe und Familie bedeuten und was wirklich wichtig ist, nebenbei noch zeigt, was die Menschen diesem wunderbaren Planeten antun. Ja genau, das ist, denke ich, Miss Headleys Botschaft: Leben. Egal ob als Mensch oder für unseren Planeten. Ein jedes Leben ist wichtig und besonders und anders und wir sollten jeden so respektieren wie er ist und das Leben selbst schützen, denn wir und unsere Erde haben nur dieses eine Leben.

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Fazit:

Du liebst Wunder? Du liebst das Leben? Vögel und Piraten, Kämpfe, liebst das Singen, liebst es den Sinn des Lebens zu suchen, zu verstehen was Sterne und der Himmel und der Tod bedeuten? Dann bist du bei diesem Buch genau richtig. Vielleicht gibt es keine Antworten auf die Fragen für jeden, aber wenn man seinem Herzensvogel zuhört, kann man seine Antworten selbst hören. Seine eigenen Antworten.
Fünf von fünf Tintenfässchen.

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2 thoughts on “Rezension – Magonia von Maria D. Headley”

  1. Ich finde deine Rezi klingt total schön und man merkt dir deine Begeisterung für das Buch an! ich hatte das Buch bisher noch nicht gelsen, weil es von der Idee her ähnlich ist zu meinem azuletzt beendeten Buchprojekt. Aber ich denke es ist auf alle Fälle einen Blick wert und ich liebe das Cover! ❤

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