Rezension – Das Mädchen mit dem Löwenherz von Jürgen Seidel

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Die ganze Welt ist voller Wunder
Als die 13-jährige Anna das erst Mal ins Visier der Mächtigen gerät, weiß sie nichts von den Kämpfen, die die katholische Kirche und die Anhänger Martin Luthers zu jener Zeit miteinander ausfechten. Doch Anna ist ein hochbegabtes Waisenmädchen, das über ein absolutes Gedächtnis verfügt, was Geschriebenes angeht.

Ein der Reformation zugeneigter katholischer Würdenträger erkennt ihre Begabung. Fortan setzt er sie als Junge verkleidet als Spionin in eigener Sache ein, die den Klerus belastende Dokumente unters Volk bringt. Doch es dauert nicht lange, bis die katholische Kirche ihr auf die Spur kommt und Anna sich inmitten von Intrigen und Verbrechen wiederfindet. Jetzt, so denkt sie, kann ihr nur noch einer helfen: Martin Luther!


Infos zum Buch:
Titel: Das Mädchen mit dem Löwenherz
Autor: Jürgen Seidel
Verlag: Cbj
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-570-15955-2
Format: € 16,99 [D] Gebunden / eBook € 13,99

Interesse an dem Buch? Hier zur Verlagsseite und hier zu Thalia.

Ich möchte mich bei Random House für dieses Rezensionsexemplar bedanken.


Meinung:

Wegen dem Reformationsjubliäum steht dieses Jahr Martin Luther hoch im Kurs, wie auch in diesem Buch. Ich liebe Geschichte und war daher sehr interessiert an dem Buch. Ich war überrascht als ich die Seiten aufschlug und feststellen musste, dass es sich dabei um eine Art Briefroman handelte. So etwas hatte ich zuvor nie gelesen. Die Hauptperson Anna schreibt an Martin Luther, den sie um Hilfe bittet. Sie erzählt ihre Geschichte, in deren Inhalt ihr Glaube stark wiedergegeben wird.

Obwohl Anna alles haargenau erzählt, kommt es mir dennoch so vor, als würde sie von jemand anderen sprechen und nicht von sich. Es wirkt so weit fort, nicht richtig präzens. Sie hat sich im Buch sehr gut entwickelt und ich finde die Lebensumstände und alles, was dazu gehört sehr interessant. Das hat mich schon immer interessiert in der Geschichte, dennoch wirkt Anna ein wenig unterkühlt. Vielleicht liegt es daran, dass sie Briefe schreibt und nicht unbedingt die Geschichte erzählt, wie in normalen Büchern?

Was ich sagen kann, dass Buch ist sehr spannend und aufschlussreich. Die Zeit damals war unglaublich, sehr interessant und chaotisch, wenngleich man den Umbruch in die neue Zeit bemerkt.


Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch gefallen. Aber ich konnte mit dem Brief-Thema nicht allzuviel anfangen. Da bleibe ich doch lieber bei normalen Romanen. Wäre es nicht wie ein Brief geschrieben, hätte ich mit Sicherheit mehr gefallen an dem Buch gefunden. Abgesehen davon ist das Buch sehr überzeugend und ein ausgezeichneter Historischer Roman.
Drei von fünf Tintenfässchen.

T3


3

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