Die schönsten Bibliotheken

Was ich besonders liebe sind schöne Bibliotheken, so alte, mit knarrenden Holz und prächtigen Lüstern an der Decke. Kaum betritt man die große Eingangspforte kommt einen der Geruch von alten Papier und Leder in die Nase und man weiß genau, hier an diesem Ort bin ich Richtig. Hier warten zig tausende, nein, millionen Geschichten auf mich, die alle erzählt werden wollen. Und sie flüstern. Deswegen muss man in Bibliotheken ganz leise sein, denn umso leiser man ist, umso besser hört man die Bücher flüstern.

„Das Wort „Bibliothek“ wurde aus dem Griechischen übernommen. Bereits in der Antike bezeichnete das Wort βιβλιοθήκη (biblio-thḗkē) einen „Buch-Behälter“. Das kann ein Raum mit Ablagen sein, ein Kasten oder eine Kiste, bei den Römern genannt „scrinium“ oder „capsa“. „Bücherei“ ist eine 1658 von Johann Amos Comenius eingeführte Lehnübersetzung aus dem Niederländischen.

In der Antike besaßen bereits die Ägypter Büchersammlungen, aus denen uns die bis 1866 v. Chr. datierbaren Papyrusrollen bekannt sind. Zur Zeit der griechischen Demokratie finden sich vereinzelte Spuren auf Privatbibliotheken, über die erste öffentliche Büchersammlung, die von Peisistratos zu Athen angelegt wurde, herrschen Zweifel. Nach dem Untergang der Demokratie wurde die griechische Kultur im Zuge des Hellenismus in andere Länder übermittelt, infolgedessen wurden auch Bibliotheken gegründet, die wohl größte war die von den Ptolemäern gestiftete alexandrinische Bibliothek. Im Zuge des Humanismus erlebte die Bibliothek eine Renaissance, mit der Reformation nördlich der Alpen ein regelrechtes Wiederaufleben. Mit der Erfindung der Druckerpresse 1440 wurde die Buchherstellung zwar erleichtert, aber eine erhebliche Kostenersparnis trat für die Bibliothek erst mit der Konstruktion der Papiermaschine 1799 ein. Die ersten Bibliotheken, die ihre Leseräume der Allgemeinheit zugänglich machten, waren Anfang des 17. Jahrhunderts die Bodleian Library in Oxford und die Biblioteca Ambrosiana in Mailand. Und so beginnt eine große Zeit der Bücher…“

(Text Quelle zum Teil Wikipedia)


New York Public Library

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Mit mehr als 51 Millionen Medien zählt die New York Public Library nicht nur zu den größten Bibliotheken der Erde, auch zahlreiche Berühmtheiten wie Bob Dylan, Jackie Onassis, Grace Kelly, Marlene Dietrich und Jonathan Safran Foer sollen es sich hier schon gemütlich gemacht haben. Außerdem besitzt die Bibliothek einer der selten Gutenberg Bibeln. 1849 eröffnet und seit dem gewachsen.

Die bekannten Löwen am Eingang wurden von Edward Clark Potter geschaffen. Vom Bürgermeister in den 30ern bekamen sie die Namen Geduld und Tapferkeit (engl. Patience und Fortitude). Er glaubte, dass dies die Bürger brauchen, um die weltweite Krise durchzustehen.

Der Libtary Way führt seit den 90ern auf der East 41st Street zwischen Fifth Avenue und Park Avenue zum Schwarzman Building, dort in der Pflasterung des Fußgängerweges auf beiden Seiten sind 96 Bronzeplaketten eingebettet, die bedeutenden Schriftstellern gewidmet sind und Zitate aus deren Werke zeigen (u. a. Lewis Carroll).


Biblioteca Joanina (in Portugal)

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Die Biblioteca Joanina in der portugiesischen Universitätsstadt Coimbra, ein Prachtstück barocker Architektur und Teil der Universitätsbibliothek, beherbergt in ihren Tiefen ein dunkles Geheimnis: Der Keller der Bibliothek wurde in der Vergangenheit als Gefängnis genutzt – für Wissenschaftler und Studenten, die vom „hauseigenen“ Universitätsgericht verurteilt worden waren. Gruselig oder?

In Auftrag gegeben im 18. Jahrhundert durch den König und 1728 fertiggestellt durch Ferreira. Die Bibliothek befindet sich in der Juristischen Fakultät der Universität und ist ein Meisterwerk der Barocken Baukunst.  Die Regale sind aus Rosen- und Ebenholz und der Bestand an Büchern umfasst 300.000, darunter 70.000 azs der Frühen Neuzeit.


Bodleian Library (Oxford, England)

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Als Hauptbibliothek der Universität Oxford ist die Bodleian Library eine prächtige Sehenswürdigkeit auf dem Universitätsgelände. Trägt sie doch ein Geheimnis mit sich und zwar ist sie als Drehort für die ersten beiden Harry-Potter-Filme bekannt. Magische Hogwarts-Atmosphäre in Oxford.

Sie zählt zu den sechs Pflichtexemplarbibliotheken im Vereinigten Königreich, bei denen nach der Regek des Legal deposit jedes im Land gedruckte Werk hinterlegt werden muss. Die Bibliothek umfasst 9 Millionen Einheiten auf 176 Regalkilometern. 2500 Leser finden hier Platz ihre Nasen in Büchern zu stecken.

Noch heute müssen Studenten beeiden in der Bibliothek kein Feuer zu legen. Erst dann dürfen sie die Heiligen Hallen betreten.


Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)

 

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Eine von Paris‘ prächtigsten Bibliotheken ist nichts für Kinder: Der Zutritt in einen Raum der Bibliothèque nationale de France ist nur Besuchern gestattet, die mindestens 18 Jahre alt sind. Wer sich in der Forschungsbibliothek nach Lesematerial umschauen will, muss zudem nachweisen, dass er auch wirklich gekommen ist, um zu recherchieren.

Anders als manch andere Bibliotheken ist diese eine Universalbibliothek, die Literatur aus allen Zeiten und Fachgebieten sammelt und zur Verfügung stellt. Sie verfügt über einen Erwerbungsetat von mehr als 20 Millionen Euro. Ihr Buchbestand erweitert sich jährlich um 130.000 Bände. Ihr Gesamtbestand wir mit 30 Millionen Büchern und Dokumenten angegeben.


Stiftsbibliothek Admont (Admont, Österreich)

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Die größte Klosterbibliothek der Welt, ein kleines Juwel des europäischen Spätbarocks, vereint Kunstgattungen wie Schriften, Skulpturen und Architektur. Ganz im Zeichen der Aufklärung ist der Bibliothekssaal des österreichischen Klosters gestaltet: Die sieben Deckenfresken zeigen die verschiedenen Stadien der menschlichen Erkenntnis bis zur göttlichen Offenbarung.

Im Jahr 1776 fertiggestellt. In der Vergangenheit wurde die Bibliothek als das achte Weltwunder bezeichnet. Mit 70 m Länge, 14 m Breite und 13 m Höhe hat sie den weltweit größten Büchersaal. Der Saal beherbergt 70.000 von 200.000 Bücher des Bestandes. Josef Hueber war der Architekt der Bibliothek. Sein Konzept stand im Zeichen der Aufklärung. Licht wurde mit Erkenntnis gleichgesetzt und sollte die Bibliothek durchströmen.

Die Bibliothek umfasst über 1400 wertvolle Handschriften, mehr als die Hälfte aus dem Mittelalter. Seit dem Jahr 2000 befinden sich die Schriften in einem eigens angefertigen Sicherheitsarchiv und in jährlich wechselnden Ausstellungen zu bestimmten Themen, werde einige der Schriften ausgestellt.


The George Peabody Library (Baltimore, USA)

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Die George Peabody Library in Baltimore, Maryland, ist nicht nur bei Heiratswilligen beliebt. Kein Wunder bei den hohen Decken, dem schwarzweißen Marmorboden und den reich verzierten Balustraden.

Der Gründer der Bibliothek Mister Peabody war ein großer Unternehmer. Er spendete Unsummen an Yale Universität und Museums, dadurch wurden ihm zu ehren verschiedene Fakuläten gegründet.


Trinity College Library (Dublin, Irland)

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Im Jahr 1592 gegründet beherbergt Irlands größte Bibliothek über 4,5 Millionen Bücher, dazu eine Sammlung historischer Handschriften, Manuskripte und andere vielseitige Dokumente. Von den Bücherregalen im Hauptgeschoss stehen Büsten von Männern, die wegen ihrer Gelehrsamkeit hoch angesehen sind, darunter Homer, Platon, William Shakespeare, Isaac Newton und viele andere.

Das Book of Kells, ein einzigartiges mittelalterliches Dokument der irischen Buchmalerei, das wahrscheinlich im neunten Jahrhundert geschrieben wurde, lockt Jahr für Jahr viele Besucher nach Dublin. Auch besitzt die Bibliothek die wohl älteste Harfe der Welt. 500 Jahre und die Vorlage für das irische Staatswappen.


 Library of Congress (Washington D. C., USA)

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Bezüglich Bücherbestand ist die Kongressbibliothek wohl die größte Bibliothek auf der gesamten Welt. 155 Millionen Einheiten befindet sich in ihrem Inneren. Darunter eine Gutenberg Bibel, sowie Adolf Hitlers Büchersammlung.

Gegründet wurde die Bibliothek 1800 von John Adams. Thomas Jefferson bot ihnen 1814 seine Privatbibliothek an, welcher durch 50 Jahre sammeln 6500 Bücher zusammen trug. Damit wurde der Grundstein zu einer Nationalbibliothek gegründet. Leider zerstörte im Jahr 1851 ein Feuer 35.000 Bücher, sowie ein Originalportrait von Christoph Kolumbus.


Ich hoffe, euch hat mein kleiner Rundgang in die Welt der Bibliotheken gefallen und vielleicht wart ihr bereits in einer der wunderbaren Gebäude und konntet den Geruch des alten Papieres und den Geist großer Meister riechen und spüren? Erzählt mir davon, ich bin sehr gespannt.

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