Rezension – Dark Matter von Blake Crouch

sdr

„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler.

Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird…


Infos zum Buch:
Titel: Dark Matter – Der Zeitenläufer
Autor: Blake Crouch
Übersetzter: Klaus Berr
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-442-20512-7
Format: € 16,99 [D] Paperback / eBook € 12,99

Interesse an dem Buch? Hier zur Verlagsseite und hier zu Thalia.

Ich möchte mich bei Goldmann für dieses Rezensionsexemplar bedanken.


Meinung:

Ich war von Anfang an gespannt auf dieses Buch. Die Geschichte war mal etwas vollkommen anderes als das, was ich sonst so las. Dennoch hätte ich niemals gedacht, dass ich mit dem Buch nicht ganz zu Recht kommen würde. Zum einen ist der Schreibtstil des Schriftstellers sehr gewöhnungsbedürftig. Ständig klingen seine Sätze abgehakt und irgendwie – ich finde keine Wort dafür – komisch. Der Schriftsteller beschrieb alles in kurzen, bündigen Sätzen. Das ist nicht unbedingt schlecht, doch beginnt er bei jedem Satz eine neue Zeile und das ist sehr verwirrend und nimmt den Schwung aus dem Lesen.

Außerdem schreibt er sehr fachlich und oftmals wissenschaftlich, was vielleicht auch an der Hauptperson des Buches liegt. Die Emotionen sind ein Hoch und Tief, was manchmal für weitere Verwirrung sorgt. Das Buch erinnert mehr an ein Drehbuch. Die Filmrechte wurden ja bereits gesichert. Vielleicht eignet sich die Geschichte auch mehr als Film statt als Buch. Ich bin gespannt.

Was ich auch nicht gut finde ist der Untertitel des Buches. Der Zeitenläufer ist wirklich eine komplette Irreführung, denn der Protagonist reist nicht durch die Zeit, sondern durch verschiedene Realitäten die die Auswirkungen seiner Entscheidungen zeigen. Das hat überhaupt nichts mit Zeitreisen zu tun und lässt alles falsch verstehen. Auch ich wurde davon in die Irre geführt.

Das Ende des Buches war wirklich eine Erleichterung. Ich mochte bald nicht mehr lesen. Von Seite zu Seite wurde es emotionaler und eigenartiger. Vor allem das alles ziemlich kitschig wurde und irgendwie nichts mehr mit der eigentlichen Geschichte zu tun hatte. Ein sehr eigenartiges Buch – muss ich schon sagen.


Fazit:

Die Geschichte hat ein sehr interessantes Thema. Der Schreibstil und die fehlende Tiefe machen jedoch alles kaputt, was gegeben ist. Am meisten war ich vom Ende enttäuscht. Ich hätte das Buch lieber verpasst, als es zu lesen. Es war mehr Zeitverschwendung als eine interessante Lektüre.
Ein von fünf Tintenfässchen.

T5


 

3

 

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3 thoughts on “Rezension – Dark Matter von Blake Crouch”

  1. Diese abgehackte Schreibweise scheint wohl der Stil des Autors zu sein. Das habe ich auch in Rezensionen zu seinen vorherigen Büchern gelesen. Habe mich deswegen auch noch an keins seiner Bücher herangewagt, weil mich sowas relativ schnell nervt. Schade eigentlich, denn inhaltlich klingt manches durchaus danach, dass es mir gefallen könnte.

    LG Sam

    Gefällt 1 Person

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