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Elohim Saga: Entstehung meines Buches

Hallo ihr Lieben,

ich habe zwar schon viel darüber berichtet, wie ich zum Schreiben kam, aber nie wie mein Buch Elohim Saga entstand. Ich dachte, ich erzähle die Story mal ganz von vorne. Vielleicht interessiert es euch, vielleicht aber auch nicht. Den gesamten Werdegang von damals zu heute. Ich kann noch immer nicht glauben, dass es mittlerweile fünfzehn Jahre her ist, dass diese Geschichte ihren Anfang nahm.

Ich war dreizehn Jahre alt, als ich mir schon Geschichten ausdachte, eigentlich sogar schon früher, aber zu der Zeit richtige Geschichten mit Wörtern auf Papier, nicht nur in meinem Kopf. Damals schrieb ich die Geschichte Ophelia. Viele der Hauptelemente schenkte sie der heutigen Geschichte. Dann hörte ich auf mit dem Schreiben und schließlich mit neunzehn Jahren im Jahr 2009, als meine Mama mir das Buch Tintentod von Cornelia Funke mitbrachte, lag ein Flyer vom Heyne Verlag im Buch über einen Schreibwettbewerb, da begann ich wieder mit dem Schreiben. Die Geschichte für den Wettbewerb war die von Gabriel und Valentin. Meine ersten richtigen Figuren. Ich liebe die beiden heute noch abgöttisch.

Ich hatte damals natürlich nicht gewonnen. Ich war ein Anfänger. Auch wenn ich damals peinlicherweise anders dachte. Ich schrieb nach dem Wettbewerb weiter, sehr viele Geschichten, wovon die meisten jetzt in Elohim Saga verankert sind.

Mit zweiundzwanzig Jahren im Jahr 2012 schrieb ich meine letzte Geschichte, erstmal, denn ich hatte von jemanden etwas ins Gesicht gesagt bekommen, dass meine Ideen änderte und so kam mir Klee in den Sinn. Nicht nur sie, auch alte Geschichten, all die alten Geschichten, die zu Elohim Saga wurden. Ich glaube, es waren fünf Geschichten. Drei von ihnen nie beendet und zwei eher schlecht als recht. Ich nahm alles gute daraus und vermischte es mit altbekannten Märchen, denn ich liebte Märchengeschichten. Oh ja, ich liebte sie sehr. Ich schrieb den ersten und zweiten und dritten Teil in einem Jahr durch.

Durch eine Bücherbloggerin kam ich in eine Buchgruppe, dort präsentierte ich meine Geschichte und wurde regelrecht auseinander genommen. Natürlich meinten sie es nicht böse, das weiß ich heute, aber damals war ich sehr wütend. Ich wollte aufhören, alles löschen und nach einigen Wochen kam der Kampfgeist zurück. Ich überarbeitete alles. Die neue Version hatte schließlich ArtTreasure gelesen und war begeistert. So wurde sie zu meinem ersten Fan, könnte man sagen.

Ich lies alles ruhen. Lange Zeit. Denn ich begann als Illustratorin zu arbeiten. Mit fünfundzwanzig Jahren überarbeite ich noch einmal alles. Und mit sechsundzwanzig Jahren begann ich endlich meine Ausbildung, wo meine Deutschlehrerin meine Geschichte las. Sie gab mir gute Ratschläge. Ich schloss alle drei Teile zusammen. Alle drei Teile wurden ein Teil, denn ich wollte nur noch ein Buch. Und ich entschloss mich, endlich eine richtige Schriftstellerin zu werden, denn jedes Jahr bewarb ich mich bei Verlagen, aber es gelang mir nie an einen heran zu kommen, also wollte ich endlich den Mut aufbringen und es selbst tun.

Ich verehrte Marie Graßhoff, bekam von ihr den Vorschlag für eine Lektorin, die ich sehr liebe und respektiere, aber die mich sicherlich für eine Nervensäge hält. Hihi!

Meiner Lektorin Saskia gab ich mein Buch und hoffte auf das Beste. Einige Monate später bekam ich es zurück und für mich brach eine Welt zusammen. Wirklich, sie brach in der Mitte entzwei (darüber schrieb ich hier schon einmal einen genauen Beitrag). Saskia hatte mein Buch auseinander genommen. Aber es war ganz anders als ich dachte.

Ich wurde in die Welt der Bücher geführt, eine Welt, die man als Leser nicht kennt und wohl nie kennenlernen wird, erst wenn man selbst ein Buch schreibt. Es gibt nichts, wirklich nichts Wichtigeres als ein Lektorat. Saskia sah Dinge, wo ich dachte, da hätte  ich auch selbst darauf kommen können. Tat ich aber nicht, weil ich blind war für mein eigenes Buch.

Manche behaupten, die Lektoren schreiben die Bücher und nicht wir Schriftsteller, aber so ist es nicht. Sie geben Ratschläge, Kritik, zeigen uns Autoren, die gefangen sind in der Welt, die sie aufgeschrieben haben, was Sinnvoll und was Sinnlos ist. Wenn wir ein Buch geschrieben haben, haben wir Scheuklappen auf. Wir sehen nichts, außer diese perfekten Zeilen, die gar nicht so perfekt sind, wie wir glauben. Und dann kommt der Lektor, der uns zeigt, was wir versaut haben. Dann machen wir es besser.

Ich habe Kapitel gelöscht, Figuren geändert und neue Kapitel geschrieben. Ich habe so viel gelernt und hoffe, nein, ich wünsche mir, es im nächsten Buch besser zu machen. Das gesamte Lektorat mit Überarbeitung hat ein Jahr gedauert. Währenddessen arbeiteten ArtTreasure und ich an den Illustrationen. Sie zeichnete die Charaktere, die Landkarten, die Wappen und diverse Extras (die ihr alle im Buch selbst sehen könnt). Sie arbeitete genauso lange und hart an den Zeichnungen, wie ich selbst am Buch. Nach der ersten Manuskriptbearbeitung durch das Lektorat erstellte ich eine Excel Tabelle, wo ich genau festhielt, was ich rauswarf, erneuerte und welche Kapitel kamen und gingen, um Saskia zu zeigen, was ich genau getan hatte. Manchmal sehe ich mir die Tabelle noch an und denke, Oh mein Gott! Denn die ganze Arbeit hatte ich in vier Wochen gemacht, wozu manche Monate brauchten. Ich arbeitete den November durch, jeden Tag nach der Arbeit. Ich wollte mein Buch unbedingt in meinem Lieblingsmonat Januar rausbringen. Natürlich hat es nicht geklappt, wie ihr bereits feststellen konntet. Wegen diversen Prüfungen von meiner Illustratorin, Lektorin und mir, mussten wir gemeinsam den Termin der Veröffentlichung verschieben.

Seit Anfang des Jahres überlegte ich schließlich, wo ich mein Buch veröffentlichen sollte. Es gibt viele Plattformen, unter anderem Epubli, Neobooks, Amazon und einige andere, aber welche sollte ich nehmen? Ich schrieb mir von jeder Plattform die Vor- und Nachteile auf, bis ich mir sicher war, Neobooks zu nehmen. Warum? Erstens, weil ich mich dort sicherer fühlte, weil die Seite von Verlagen stammt, zweitens, bei jedem Problem konnte ich ihnen schreiben und sie haben binnen einer halben Stunde geantwortet und geholfen, egal wie doof die Fragen waren. Und drittens, durch Neobooks konnte ich mein Buch in allen Handelsketten veröffentlichen (Thalia, Amazon, Hugendubel, Weltbild und so weiter). Ach, es gibt auch noch einen vierten Punkt, und zwar war ihre Anleitung zum Buchaufbau wesentlich verständlicher und einfacher als auf anderen Plattformen.

Ihr seht, ein Buch ist mehr als Arbeit, als man denkt. Ich kenne einige Leute, die denken, man haut nur ein wenig in die Tasten. Ich konnte einige von ihnen belehren, dadurch dass sie meinen Weg gesehen haben, den ich gegangen bin. Sie verstehen, dass ein Buch nicht nur schnell geschrieben hast, sondern das es harte Arbeit und viel Geld ist. Ich habe viel Geld bezahlt. Eine vierstellige Summe, die ich hoffe, wieder einnehmen zu können. Ich musste sehr sparsam leben, um jeden Monat alles bezahlen zu können.

Aber auch wenn das Buch floppt, ich bereue es nicht. Ich liebe meine Geschichte und es macht mich stolz, mein eigenes Buch in den Händen halten zu können. Bitte lest die Geschichte und macht euch selbst ein Urteil. Und wenn ihr es nicht mögt, seid nicht zu hart zu mir. Hihi

2. Schluss

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2 Gedanken zu „Elohim Saga: Entstehung meines Buches“

  1. Es ist soo süß deine Beiträge zu lesen! Ich bin selbst auch Hobbyautorin und fühle mit dir! Herzlichen Glückwunsch zum ersten richtigen veröffentlichten Buch! Das will ich auch einmal schaffen! Man liest deine Begeisterung und dein Herzblut wirklich heraus, es war ein irre lange Weg, aber du hast es geschafft, daher kannst du zurecht stolz auf dich sein! ❤

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